Stufen 5 & 6

“Wer hohe Türme bauen will, muss lang am Fundament verweilen.”

(Anton Bruckner)

 

Die Orientierungsstufe als pädagogische Einheit holt die Kinder dort ab, wo sie stehen und bereitet sie behutsam auf das Leben und Lernen an ihrer neuen Schule vor. So gilt es zunächst, die unterschiedliche Lernvoraussetzungen zu erfassen und jeden Schüler mit seinen individuellen Stärken und Schwächen kennen zu lernen. Zahlreiche Diagnoseverfahren, Rückmeldegespräche mit Schülern und Eltern, gemeinsame Aktionen und vieles mehr helfen uns dabei, alle Kinder in ihrer Persönlichkeit zu erfassen.

 

Gemeinsam mit den Stufenteams legen wir so in der Orientierungsstufe die Grundlagen für ein erfolgreiches Lernen an der neuen Schule.

 

Als Ansprechpartner für Belange der Orientierungsstufe steht Ihnen Stufenleiterin Frau Michaela Neumann-Kapp zur Verfügung.

Besonderheiten der Orientierungsstufe

 

EvA-Unterricht

Die beiden EvA-Stunden in der Stufe 5 werden gemeinsam von den beiden Klassenleitern unterrichtet. EvA steht für eigenverantwortliches Arbeiten. Ziel des EvA-Unterrichts ist der Ausbau methodischer Kompetenzen. Ein schuleigenes EvA-Curriculum beschreibt Inhalte und Kompetenzen, die notwendig sind, um erfolgreich eigenverantwortlich zu arbeiten. Wie arbeite ich mit dem schuleigenen Hausaufgabenheft (unsere “Akte X”)? Wie bereite ich mich auf eine Klassenarbeit vor? Wie erschließe ich einen Sachtext? Wie fertige ich eine Mindmap zu einem Sachtext an? Hier werden die methodischen Grundlagen gelegt, die im Fachunterricht immer wieder aufgegriffen werden und dort ihre Anwendung finden.

 

Klassenfahrt

Ein Highlight der Orientierungsstufe ist die dreitägige Fahrt in der Stufe 6. Drei Tage verbringen die Klassen an einem außerschulischen Lernort. Erlebnispädagogische Aktivitäten mit dem Ziel der Teambildung bilden dabei häufig einen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit.

 

Beginn der Wahlpflichtfächer (WPF)

Als viertes Hauptfach können Schüler aus einem breiten Angebot an Wahlpflichfächern wählen. Individuelle Stärken können so eingebracht und sogar zum Ausgleich eines Hauptfaches genutzt werden. Sprachbegabte wählen hier bereits mit Französisch ihre zweite Fremdsprache. Alle anderen Schüler orientieren sich für jeweils drei Monate in einem der weiteren WPF und entscheiden sich am Ende der Stufe 6 für ein WPF, das sie ab Stufe 7 als viertes Hauptfach belegen werden. 

 

Projekte

Projekte bereichern den Schulalltag, erleichtern das Überwinden von Fachgrenzen, fördern das soziale Lernen und öffnen den Unterricht nach außen. Beispiele für Projekte der Orientierungsstufe sind das Steinzeitprojekt, das Projekt Ägypten oder das Projekt Olympia.


Fahrten der Stufe 6

Zum Ende der Orientierungsstufe ging es für die vier Klassen der Stufe 6 auf große Fahrt. Die 6c zog es in das Daher Felsenland zur magischen Suche nach dem geheimnisvollen Fabelwesen „Elwetrittsche“. Die 6b und 6d zog es in die Eifel. Highlights waren hier der Abenteuerparcours und eine Seilbahnfahrt: „Diese Seilbahn war 12 Meter lang und man ist fünf Meter im freien Fall von einer Burgmauer gesprungen!“, so eine Schülerin der 6b.

Und hier der Bericht der 6a:

Trier, Vianden und die „Grüne Hölle“ - Bericht der Klasse 6a

Die diesjährige Klassenfahrt führte die 27 Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a und ihre Begleiter Frau und Herr Pfaffenheuser nach Bollendorf an der Sauer. Ein besonderes Highlight stand direkt zu Beginn auf dem Programm: Im Rahmen eines 4-stündigen Zwischenstopps in Trier erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Stadt auf den Spuren „Romans, des Römers“ und lernten so die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der alten Römerstadt spielerisch kennen.

An der Jugendherberge in Bollendorf angekommen, standen am Anreisetag noch Stockbrotbacken und eine Klassendisko auf dem Programm.

Nach einer für manche kurzen Nacht stand der Vormittag ganz im Zeichen des „Chaosspiels“. Hierbei mussten verschiedene Gruppen Codewörter auf dem Gelände der Jugendherberge suchen und verschiedene Aufgaben oder Fragen lösen; das dabei in der einen oder anderen Situation auch leichtes Chaos ausbrach, versteht sich von selbst. Der Nachmittag war für eine Wanderung zur „Grünen Hölle“ reserviert, schmale Pfade führten durch einen dichten Wald, sowie die bizarren Felsformationen oberhalb des Sauertals, die Namen wie „Hunnentor“, „Grüne Hölle“ oder „Eulenhorst“ tragen. Nach dieser anstrengenden Wanderung waren alle froh, dass der Abend mit Gruppenspielen und einer aufwändig inszenierten Modenschau eher gemütlich endete.

Am Abreisetag wurde der Heimweg nicht auf direktem Wege, sondern mit einem Kurztrip ins luxemburgische Vianden angetreten. Dort besichtigten die Schülerinnen und Schüler die mittelalterliche Burganlage und konnten sich so für kurze Zeit wie echte Burgfräuleins und Ritter fühlen.

Mit vielen unterschiedlichen Eindrücken, dem Erleben einer guten Gemeinschaft und einem zumindest kurzen Auslandsaufenthalt im Gepäck kehrten die Schülerinnen und Schüler meist müde, aber voll guter Erinnerungen ins heimische Koblenz zurück. (St. und J. Pfaffenheuser)


Waldtag der Stufe 6

Der letzte Aktionstag des Schuljahres 2016/17 führte die komplette Stufe 6 zur Waldökostation auf den Koblenzer Remstecken. Klassen- und Fachlehrer boten unterschiediche Projekte an: „Waldgeister“, „Wald mit allen Sinnen“, „Kulinarisches aus Kräutern“, „Blattfarbstoffe und Papierchromatographie“, „Waldspiele“ und „Gewässseruntersuchung“. Diplom-Biologe Oliver Euskirchen, Leiter der Waldökostation, lobte die Gruppe und dankte den Kollegen für die kreativen und spannenden Projekte. Das Ende des Waldtages bildete eine große Abschlusspräsentation. Hier trug eine Gruppe ihre selbst geschriebene Phantasiereise vo:

 

Ein Weg durch den Wald

Ich stehe an einer Lichtung und blicke in den Wald. Alles ist so traumhaft grün. Ich höre Tiere aller Art, da klopft ein Specht. Dann führe ich meinen Weg fort. Plötzlich springt ein Reh über den Pfad, die Büsche wackeln. Ich lauf weiter und sehe einen Bach. Es plitschert und platscht, über ihm ist eine Brücke, ich gehe über sie. Unter mir braust der Bach. Plötzlich kommt ein Einhorn zu mir gerannt, ich steige auf und fliege mit ihm über die Baumwipfel. Nach einer längeren Zeit landet es im Tal und ich muss nach Hause gehen. Nun geht ein schöner Tag im Wald zu Ende.