KONZEPT

Heterogenität als Chance für Lernprozesse zu nutzen, ist möglich, macht aber viel Arbeit und Bedarf ausgeklügelter Konzepte, die hier nur sehr verkürzt dargestellt werden können. Für nähere Informationen zu den konzeptionellen Schwerpunkten wenden Sie sich bitte an die Schulleitung.

 

Das Arbeiten in den so genannten heterogenen Tischgruppen bildet den Dreh- und Angelpunkt unserer zahlreichen Differenzierungsmaßnahmen. Ausgehend von der Fragestellung, wie man unterschiedlich begabte Schüler so fördern und fordern kann, dass alle davon profitieren, arbeiten je 4 Schüler in einer Tischgruppe zusammen. Leistungsstarke Schüler übernehmen dabei bereits in der Stufe 5 Verantwortung für Lehr- und Lernprozesse und helfen den Leistungsschwächeren. Die leistungsstarken Schüler profitieren dabei, indem Sie durch die aktive Anwendung des Gelernten erworbene Kompetenzen festigen und ausbauen. So gilt es als lernpsychologisch erwiesen, dass man mehr von dem behält, was man selbst macht. Zudem erhalten leistungsstärkere Schüler bereits frühzeitig weiterführende und anspruchsvollere Aufgabenformate, die sie auf das Erlangen eines höheren Schulabschlusses vorbereiten. Leistungsschwächere Schüler lernen dabei am Modell und profitieren von den Kompetenzen ihrer Mitschüler. Mehr zum Konzept der heterogenen Tischgruppen erfahren Sie in einem Bericht des Landeselternbeirats.

 

In einem eigenen Tischgruppentraining (TGT) in der Stufe 5 werden die Tischgruppen angeleitet, gemeinsam zu arbeiten, und zwar so, dass alle voneinander profitieren. Die Anwendung von Methoden des Kooperativen Lernens gewährleisten, dass alle Schüler ihren Beitrag zu einem Gruppenergebnis leisten müssen und sich keiner aus dem Lernprozess herausziehen kann.

 

 

„Den Kindern das Wort geben.“  (Célestin Freinet)

 

Der Klassenrat ist als „Erbe“ der Reformpädagogik das demokratische Forum der Klasse. In einer festen Stunde in der Woche wird das Klassenzimmer zum „Plenarsaal“. Je zwei Schüler leiten den Klassenrat, verlesen die Tagesordnung, bitten um Wortmeldungen, erteilen das Rederecht und vereinbaren mit ihrer Klasse feste Regeln oder planen einen Aktionstag. Klassenleiter und Co. ziehen sich nach Möglichkeit ganz zurück und geben den Kindern das Wort. Frühzeitig bringen die Schüler im Klassenrat Probleme zur Sprache, die den Kollegen womöglich noch gar nicht aufgefallen sind. Damit ist der Klassenrat ein wichtiges Element der Mobbing-Prävention, denn dort können gemeinsam Lösungen für kleinere Probleme vereinbart werden, bevor sie zu echten Problemen werden. Die Schüler lernen im Klassenrat zudem das aktive Zuhören, müssen Argumente für die eigene Position finden und lernen, als Gemeinschaft miteinander sachlich-konstruktiv umzugehen. Überdurchschnittlich gute Ergebnisse im Kompetenzbereich „Zuhören“ bei den VERA-Überprüfungen im Fach Deutsch zeigen, dass der Klassenrat auch fachliche Kompetenzen schult. Für die „Kleinen“ ist es sicherlich eine Herausforderung, den Klassenrat zu leiten. Dies können sie aufgrund des stark ritualisierten Ablaufs und fester Floskeln („Hiermit eröffne ich den Klassenrat.“ „Ich bitte um Wortmeldungen.“, ….) jedoch leisten. Und hat man einmal erfolgreich den Klassenrat geleitet, so stärkt dies die Persönlichkeit und das Selbstvertrauen. Der Klassenrat ist nicht ohne Grund eine der wichtigsten Stunden in der Woche. Es wundert uns daher nicht , dass auch inzwischen immer mehr Gymnasien dieses IGS-typische Element übernehmen.

 

 

Das Konzept der Beratungstage gewährleistet, dass Eltern immer auf dem aktuellen Stand sind. Zweimal im Schuljahr erhalten die Klassenleitungen Rückmeldung von allen Kollegen über den aktuellen Leistungstand sowie das Arbeits- und Sozialverhalten. Am Beratungstag informiert die Klassenleitung Eltern und Schüler über den Ist-Stand, steht für Fragen zur Verfügung und entwickelt zusammen mit den Eltern und dem Schüler Perspektiven für den kommenden Lernzeitraum.

 

Neben dem “normalen” Ziffernzeugnis erhalten alle Schüler bis zur Stufe 8 eine so genannte Verbale Beurteilung (VB). Dies VB informiert über Mitarbeit, Sozial- und Arbeitsverhalten. Auf einer Textseite stellt die Klassenleitung  zusammen, was aktuell gut läuft und wo noch “Entwicklungspotenziale” vorhanden sind. 

 

Der bewusste Verzicht auf eine äußere Fachleistungsdifferenzierung bedeutet, dass unterschiedlich begabte Schüler bis zur Stufe 9 wann immer möglich mit- und voneinander lernen. Ihren Begabungen entsprechend, arbeiten die Schüler auf dem Grund- oder Erweiterungskursniveau und erhalten dazu differenzierte Texte, Arbeitsaufträge oder Hilfsangebote.  Dieses gemeinsame Arbeiten in der Tischgruppe minimiert Spannungen und Konflike, da die Schüler bereits in Stufe 5 lernen, die verschiedenenen Kompetenzen ihrer Mitschüler für Lernprozesse zu nutzen.

 

Ungefähr alle sechs Wochen wird ein Tag zum Aktionstag. 4 Methodentrainingstage, ein außerschulischer Lernort und ein Funtag im Schuljahr stehen auf dem Aktionstageplan einer jeden Stufe.  

 

Die IGS Koblenz ist zudem Medienkompetenzschule. Als solche ist die IGS u.a. ECDL-Ausbildungsschule und zertifiziertes ECDL-Prüfungszentrumzentrum. Schüler der Stufen 9 und 10 können somit an der IGS Koblenz den Europäischen Computerführerschein erwerben. Interaktive Whiteboards unterstützen den Fachunterricht, 2 Computerräume, Laptopwagen und Rechnerplätze in der Schülerbücherei ermöglichen ein Arbeiten mit digitalen Medien.

 

Kooperationen mit außerschulischen Partnern weiten den Blick auf Wirtschaft und Studium. Mit der Universität Koblenz-Landau, Abt. Koblenz, Norma, Stabilus und Debeka stehen uns drei starker Partner zur Seite und unterstützen uns auf vielfältige Weise. So unterstützte uns die Universität Koblenz u.a. bei der Durchführung von Oberstufenprojekten und Elternabenden. Norma und Stabilus sind kompetente Ansprechpartner für berufsvorbereitende Projekte (Praktika, Betriebsbesichtigungen, etc).

 

Der Leseclub der IGS Koblenz leistet einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung: Der Leseclub besteht aus Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5-10, die nicht nur gerne lesen, sondern auch das Lesen an der IGS noch interessanter und populärer gestalten möchten. Hierzu dient der eigene Leseclubbereich als Rückzugsmöglichkeit, in dem auf einem neuen Sofa, Sitzsäcken und Sitzkästen entspannt gelesen oder sich über das ein oder andere Buch ausgetauscht wird. Um das Ziel, Lesen für alle interessanter zu gestalten, zu erreichen, verfügt der Leseclub ebenso über ein eigenes Bücherregal mit ausgewählten Büchern, um diese auszustellen und zu präsentieren. Der noch im Aufbau befindliche Ordner mit Buchvorstellungen und -kritiken unterstützt diese Wirkung und regt den Appetit auf neue Bücher an. Ebenso werden: Vorlesungen organisiert und abgehalten, die besten Bücher des Monats mit ihren Buchkritiken ausgestellt und nach Nachfrage neue Bücher bestellt.

 

Die IGS Koblenz ist zudem Ausbildungsschule sowohl für Realschul+-Lehrer als auch für das gymnasiales Lehramt und arbeitet mit den entsprechenden Studienseminaren zusammen. Aktuell bilden wir drei Referendare sowie zwei Lehramtsanwärter aus.